Putin: ukrainische Armee – das ist eine ausländische NATO-Legion

Putin: ukrainische Armee – das ist eine ausländische NATO-Legion | Русская весна

FRAGE: Wladimir Wladimirowitsch, die Nationale Technische Universität Donezk ist seit vielen Jahren der Partner unserer Universität, und wir haben dort Freunde – Studenten, die an unserem jährlichen internationalen Forum-Wettbewerb „Probleme der Bergbauföderung“ teilnehmen. Leider haben sie in der letzten Zeit wegen der Ereignisse in der Ukraine praktisch keine Möglichkeit mehr zu studieren.

W.PUTIN: Wurden die Lehrveranstaltungen gestoppt?

ZWISCHENRUF: Mal wird bombardiert, mal werden die Lehrveranstaltungen abgesagt, dann wieder abgehalten, aber faktisch findet kein Lernprozess mehr statt. Die Studenten von Donezk hoffen auf Ihre persönliche Hilfe und danken Ihnen – sowohl wir hier als auch die Studenten in Donezk – für Ihre große Anteilnahme.

FRAGE: wie könnten wir den Studenten in Donezk helfen – vielleicht kann man was tun?

W.PUTIN: Sie haben ein sehr schmerzliches Thema berührt – die schweren, die tragischen Ereignisse in der Ukraine. Im Prinzip läuft dort der Bürgerkrieg. Und meiner Meinung nach verstehen das viele in der Ukraine mittlerweile hervorragend. Leider weigern sich die offiziellen Kiewer Machthaber den Weg der friedlichen Regulierung zu gehen, sie wollen nicht mit politischen Mitteln lösen. Zuerst nutzen sie die Kräfte des inneren Dienstes, dann die Kräfte der Sicherheitsbehörde, dann die Armee. Dann, als die an den Widerstand gestoßen waren, stoppten sie die Kampfhandlungen, nutzten leider die Friedenspause ausschließlich für die Umgruppierung, begannen neu, jetzt haben sie wieder angefangen. Es sind schon Tausende Menschen gestorben. Das ist leider eine reelle Tragödie. Wir sagen oft: „Ukrainische Armee, ukrainische Armee“. Aber wer kämpft dort in Wirklichkeit? Tatsächlich sind es zum Teil die offiziellen Truppen der Streitkräfte, aber im Wesentlichen sind es die sogenannten freiwilligen nationalistischen Bataillone. Tatsächlich, ist es keine Armee – das ist eine ausländische Legion, in diesem Fall ist es eine ausländische NATO-Legion, die natürlich keine nationalen Interessen der Ukraine verfolgt. Dort gibt es ganz andere Ziele, die mit den geopolitischen Zielen Russland zurückzuhalten zusammenhängen, was in keinster Weise mit den nationalen Interessen des ukrainischen Volkes übereinstimmt. Aber leider sehen wir das, was wir sehen.

Man muss Menschen helfen. Übrigens, viele Menschen meiden die Mobilisierung, versuchen zu uns zu kommen, hier einige Zeit abzuwarten, und sie machen es richtig, weil man sie einfach nur als Kanonenfleisch dorthin stößt, unter Kugeln. Aber wir haben ein Problem: gemäß neuem Gesetz dürfen sich die Bürger der Ukraine nich länger als 30 Tage auf dem Territorium der Russischen Föderation aufhalten. Sie kehren dorthin zurück, werden geschnappt und wieder vor die Kanonen geschickt. Deswegen werden wir hier wahrscheinlich etwas verändern: in Rahmen des Gesetzes können wir die Aufenthaltsfrist für eine bestimmte Personenkategorie, vor Allem im Mobilisierungsalter, erhöhen. Was ihre Frage betrifft, natürlich muss man helfen. Hier muss man natürlich die Möglichkeiten des Fernstudiums nutzen, man muss den Rektor fragen, man kann die Studenten hierher einladen für irgendwelche Praktikums – man muss sich ein Unterstützungssystem überlegen.

W.LITWINENKO: Wir haben eine Möglichkeit bis 1000 Studenten für ein halbes Jahr, für ein Jahr zu holen. Aber wir haben ein Problem mit dem Ministerium und mit der Regierung, denn es benötigt eine stärkere Koordination.

W.PUTIN: Ich werde mit ihnen unbedingt sprechen.

W.LITWINENKO: Auch in Novotscherkasskoe, ich weiß es, hat das Polytechnische Institut die freien Kapazitäten bei den Studentenheimen und so weiter. Wir können sie vielleicht temporär nutzen.

W.PUTIN: Letztes Jahr haben wir – (richtet die Frage an A.Fursenko) – wie viel Plätze haben wir für die Jugendlichen aus der Ukraine zur Verfügung gestellt? In den 18 Hochschulen der Russischen Föderation haben wir zusätzliche kostenlose Studienplätze zur Verfügung gestellt. Und eure Partner aus dem Donezk Institut können natürlich durch eine der führenden Hochschulen unseres Landes wie euer Institut unterstützt werden. Laßt uns darüber nachdenken, man muss den Jugendlichen helfen.