Tod für Sensationen – Zarew

Tod für Sensationen – Zarew | Русская весна

In Donbass ist wieder Krieg.

Schwere Kämpfe für Marjinka, Beschüsse und blutige Auseinandersetzungen werden an der ganzen Frontlinie festgestellt. Dutzende tote, Hunderte Verwundete, darunter auch Zivilisten. Es ist unmöglich sich über diese Geschehnisse zu freuen. Und, was noch schlimmer ist, ist es uns nicht mehr möglich zu hoffen, dass die Kämpfe, wenn auch mit Opfern, aber zu irgendeinem günstigen Ergebniss führen könnten, zum Frieden. Wir haben diese Illusionen nicht mehr.

Die ukrainische Armee wird weder Donezk noch Lugansk erstürmen können. Die Propagandisten können lügen wie viel sie wollen, aber wir werden diesen Ausgang nicht zulassen. Aber auch die Noworossija Armee wird, trotz eniger Erklärungen, den „Marsch auf Kiew“ nicht organisieren können. Die große internationale Politik macht solches Ende des Krieges unmöglich.

Und das bedeutet, dass der Krieg – nicht aus der Sicht der Soldaten, sondern aus der Sicht der Politiker – nicht um den Gegner zu besiegen geführt wird. Niemand wird in diesem Fleischwolf einen Sieg erringen. Der Krieg wird geführt, um den Gegner als „Aggressor“ und „Okkupant“ darzustellen. Um einen passenden Eindruck in den westlichen Massenmedien, vor der OSZE und gegenüber den Menschenrechtsschützer zu erzeugen. Der Krieg wird geführt, damit die Entscheidung über die neuen Sanktionen gegen Russland gefasst werden kann. Der Krieg wird geführt, um die wirtschaftlichen Probleme der Ukraine zu lösen – nach dem Prinzip „Krieg lässt alles abschreiben“.

Der Krieg wird geführt aus Marketingzwecken – und für nichts weiter. Gerade deswegen nicht, weil die Ukraine auf jeden Fall nicht vorhat die zerstörten und zerbombten Städte und Siedlungen von Donbass wieder aufzubauen, die Volksrepubliken dafür keine Ressourcen haben, und Russland nicht gegen das internationale Recht deswegen verstossen wird. Und all diese Orte, wo jetzt der Krieg tobt, bleiben für eine unbestimmte Zeit als ein verlassene, blockierter Raum, aus dem die Menschen flüchten, wo es kein Geld, keine Lebensmittel und Arzneien gibt und wo es am meisten Ruinen und Gräber im ganzen Europa gibt.

Deswegen tut es mir weh über jeden, der jetzt stirbt, nachzudenken. Denn jedes Opfer dieser Kämpfe ist ein Tod für die Sanktionen, ein Tod für das politische Spiel von irgendjemand.

Es darf nicht sein, dass man dafür seine Nächsten begraben muss.

Es darf nicht sein, dass man dafür stirbt.